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Die Stars von morgen - UNSERE HSGBK YOUNGSTERS

 

 

 

 

Interview mit unserem Jugendleiter


Langsam aber sicher geht auch diese Saison bei unseren HSGBK-Youngsters dem Ende zu. Einige unserer Mannschaften kämpfen um den Steirischen Meistertitel, bei dessen Erreichen dann auch noch die eine oder andere Österreichische Meisterschaft vor der Tür steht.

 

Es ist aber wieder einmal eine sehr erfolgreiche Saison für unsere Nachwuchshandballer/innen. Was sagt unser Jugendleiter Christian Glaser dazu. Er ist uns Rede und Antwort gestanden.

 

Christian, was hast du dir in deinem zweiten Jahr als Jugendleiter der HSGBK-Youngsters vorgenommen, was waren deine Pläne zu Saisonbeginn?

Eines unserer großen Ziele war es, die Kooperation mit unseren Schulen zu intensivieren und auszubauen. Das ist uns wunderbar gelungen.

 

Natürlich ergibt sich daraus das Ziel, immer mehr Jugendliche in den Verein zu bringen, um flächendeckend Mannschaften mit mindestens 10 Kindern/Jahrgang zu haben.

 

In euren Berichten sind die Schulkooperationen ja kaum zu übersehen. Laufen diese Kooperationen nach deinen Vorstellungen?

Im Volksschulbereich haben wir in diesem Schuljahr mit dem ASKÖ-Projekt „Kinder gesund bewegen“ gestartet. In den letzten Jahren wurde im Volksschulbereich nach dem berühmten „Gießkannenprinzip“ gearbeitet: es wurden über ein anderes Projekt viele Schulen im Bezirk  betreut, zum Vereinshandball haben davon nur vereinzelt Kinder gefunden.

Seit diesem Schuljahr koordinieren wir als Verein die Schul-Zusammenarbeit.  Wir konzentrieren uns auf die Schulen vor Ort, dh in Bärnbach, Afling und Köflach bieten wir wöchentliche Trainingseinheiten im Zuge des Schulunterrichts an. Diese Trainings werden von Trainern unseres Vereins abgehalten, die dann auch am Nachmittag im Vereinstraining die Bezugspersonen für die Kids sind.

Besonders stolz sind wir darauf, dass wir der einzige Verein in unserem Bezirk sind, der es geschafft hat, in drei Schulen von Oktober-Mai  342 Handballeinheiten (!!!) zusammenzubringen.

 

Durch diese intensive Arbeit konnten wir in unseren U6-U9-Vereins-Mannschaften sowohl in Bärnbach, als auch in Köflach, ein Drittel mehr an Kindern gewinnen.

Natürlich sind wir auch gerne bereit, an anderen Schulen im Bezirk den Handballsport schmackhaft zu machen. Dies ist aber natürlich nicht in dieser Intensität möglich, wie an unseren Schwerpunktschulen.

 

Wie sieht es an den weiterführenden Schulen aus?

Auch hier läuft die Kooperation im Unterstufenbereich wunderbar. Am BG/BRG Köflach wird unseren Youngsters pro Woche eine zusätzliche Trainingseinheit  ermöglicht, die von Istvan Gulyas und Wolfgang Smon abgehalten wird. Auch hier können sich die Ergebnisse, sowohl bei Mädels, als auch bei Burschen sehen lassen.

Die 1. und 2.Klassen konnten den Bezirksmeistertitel erringen, die Steirischen Meisterschaften stehen hier noch aus.

Die 3.und 4.Klassen haben sich sowohl bei Mädels, als auch bei Jungs als Steirische Meister für die Bundesmeisterschaften in Linz qualifiziert.

Im Oberstufenbereich läuft es noch nicht optimal. Um die Jugendlichen auf den Leistungssport optimal vorbereiten zu können, bedarf es bei den 15-16-Jährigen täglicher Trainingseinheiten. Hier gibt es für das nächste Jahr noch Verbesserungspotential!

 

Als extremen Vergleich möchte ich den Schwimmverein SV Simmering erwähnen. Hier wird mit Jugendlichen in dieser Alterskategorie achtmal pro Woche (fünfmal davon 2 – 3 Stunden) trainiert, um leistungssportmäßig etwas erreichen zu können.

 

Man liest ja immer wieder über die tollen Erfolge in euren Jugendmannschaften. Kannst du uns kurz zusammenfassen, wie viele Mannschaften momentan in Bewerben stehen und wie erfolgreich diese sind!

Aktuell spielen wir mit 13 Mannschaften bei Mädchen und Burschen bei den Steirischen Meisterschaften mit. In acht Bewerben ist der Titelgewinn noch möglich, in 4-5 Bewerben realistisch. Erfolgstechnisch hat es dies in den Vereinsgeschichten des HC Bärnbach, HC Köflach oder der HSG REMUS Bärnbach/Köflach noch nie gegeben! Es ist mit Abstand das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte. Da gab es auch Jahre ohne steirische Meistertitel.

 

Zusätzlich zu den Mannschaften in Meisterschaftsbewerben haben wir aber auch noch unsere Mini-Minis, sowie unsere U6-U9 Mannschaften in Bärnbach und Köflach. Hier werden interne Motto-Turniere gespielt, aber auch schon Freundschaftsturniere mit anderen Vereinen. Auch hier sind unsere Youngsters immer vorne dabei!

 

Nun wieder zurück zum Vereinstraining. Aufgrund der guten Schulkooperation mit den Volksschulen werden die Trainings der U6-U9-Mannschaften regelrecht überlaufen! Was wird der Verein nun unternehmen, möglichst viele dieser Kinder zu erhalten, um dann in den oberen Spielklassen auch noch genügend Kinder zu haben?

Das Wichtigste ist, dass man alles daran setzt, die Kinder in Gruppen großzuziehen und in fixen Gruppen zu betreuen. Diese Gruppen dürfen keinesfalls zerrissen werden. Weiters wird in Zukunft vermehrt darauf geachtet werden, dass Spieler/innen in ihren Altersklassen bleiben! Gute Spieler/innen dürfen dann als Belohnung für gute Leistungen in ihrer Gruppe auch einmal wöchentlich ZUSÄTZLICH ein Training in der nächsthöheren Altersklasse absolvieren.

Natürlich muss man bei den Kindern auch die Freude am Handballsport  hochhalten, sie immer wieder motivieren und gemeinsam Ziele verfolgen!

 

So sollte dies recht gut funktionieren.

 

Was wird den Kindern neben der sportlichen Komponente in eurem Verein noch geboten?

Natürlich kommen in einer Mannschaftssportart auch viele Themen auf, die die Kinder im realen Leben auch immer wieder erwarten werden: Respekt, Fair Play, Problembewältigung, …

 

Gemeinsam mit ihren Mannschaftskollegen/innen und Trainern/innen werden diese bewältigt und gelöst. 

 

Die Trainingseinheiten in den einzelnen Jugendmannschaften hat sich in diesem Jahr doch erhöht – wie wird dies von Eltern und Kindern aufgenommen?

Im Durchschnitt ist eine Trainingseinheit pro Woche dazugekommen. Es wird sowohl von Kinder-, als auch von Elternseite recht gut aufgenommen. Es gibt auch immer wieder Kids, die, sofern es die Schule erlaubt, allen <s>vier</s> Trainingseinheiten nachkommen.

 

Und genau hier müssen wir ansetzen. Das Publikum in unseren Hallen fordert immer wieder, dass mehr Einheimische in der Kampfmannschaft spielen sollen. Aber warum schaffen es momentan so wenige dorthin?  Die Antwort ist ganz einfach. Ab dem 15.Lebensjahr ist tägliches Training notwendig, um dorthin zu kommen und dort vor allem auch konkurrenzfähig bestehen zu können! Leider spielen hier Schule, Eltern und auch Kinder nicht immer mit. Unsere Jugendlichen können dorthin kommen, aber nur unter der Voraussetzung, die ich vorhin erwähnt habe. In Österreich besuchen immer mehr Jugendliche Handballakademien, in denen 7-8 Trainingseinheiten pro Woche Standard sind. Da ist es mit einem geringeren Trainingsaufwand nicht möglich, mithalten zu können. Hier gilt es anzusetzen: neben diesen täglichen Einheiten muss dann auch vor  bzw. nach dem Training oder auch mal alleine am Wochenende das Athletiktraining forciert werden. Der Handball hat sich in den letzten Jahren gewandelt – zwar wurden keine neuen Spielzüge erfunden, aber die individuelle Ausbildung im technischen und athletischen Bereich stellt immer höhere Anforderungen an Trainer und Spieler und wenn wir Spieler auf einem gewissen Niveau haben wollen, können wir nicht erst mit 18 damit beginnen, sie dorthin zu entwickeln.

 

Im männlichen Bereich klafft demnächst ein Loch zwischen U16 bis hin zur U20-Mannschaft.  Was ist hier der Plan, dies zu kompensieren?

 

Leider gibt es hier kurzfristig keine vernünftige Lösung. Mittelfristig ist es ausgesprochen wichtig, eine Trainingsgruppe zu installieren, in der die Spieler/innen vom Jugendtraining zum Erwachsenentraining hingeführt werden. Außerdem sollte über die Kooperation mit dem HC Voitsberg die Möglichkeit geschaffen werden, dass sich die Jugendlichen über die Landesliga auch entsprechend weiterentwickeln können.

 

Viele Eltern bekritteln, dass die Trainingseinheiten mit zu vielen Kindern, aber zu wenig Trainern besetzt sind. Auch hier ist die Meinung, dass das mannschaftsübergreifende Training platzmäßig in unseren Hallen nicht zielführend wäre. Was sagst du dazu?

 

Wir haben in dieser Spielsaison bereits Räumlichkeiten im BG/BRG Köflach zur Verfügung gestellt bekommen. Somit haben wir dies schon ein wenig entschärft.  Allerdings bin ich davon überzeugt, dass die Qualität des Trainings darunter nicht leidet, da unsere Trainer bestens auch auf diese Verhältnisse geschult werden. 

 

Welche Ziele setzt sich der Jugendleiter der HSGBK im männlichen und weiblichen Bereich für die kurz-/mittel- und langfristige Zukunft?

Ein kurzfristiges Ziel bei Mädchen und Burschen ist es, dass  eine jede einzelne Trainingseinheit  eine Weiterentwicklung für jede/n einzelne/n Spieler/in bringt.

Mittelfristig möchte ich es bei den Jungs schaffen, diese schon erwähnte Trainingsgruppe zu installieren, wo die Jugendlichen behutsam in ein Erwachsenentraining hineingeführt werden.

Langfristig wäre es für mich das Schönste, möglichst viele unserer Burschen HLA-reif zu machen. Sie sollen die Möglichkeit und die Voraussetzungen bekommen, in der ersten und zweiten österreichischen Liga mitspielen zu können und dort auch konkurrenzfähig sein zu können.

Außerdem wäre es auch für das Publikum schön, einer HLA-Mannschaft zusehen zu können, die zum Großteil aus Weststeirern besteht, ergänzt mit 1-2 Legionären.

 

Im Mädchenbereich ist es ein mittelfristiges Ziel in Zusammenarbeit mit Voitsberg eine konkurrenzfähige Damenmannschaft im Landesligabereich zu formen, die auch nach oben schielen kann!

 

Längerfristige wäre es schön, wenn es wieder weststeirische Mädchen in die WHA schaffen würden und auch dort konkurrenzfähig zu sein.

 

Hättest du einen Wunsch für deine HSGBK-Youngsters offen, wie würde dieser lauten?

Mein Wunsch ist der, dass der Handball bzw. der Sport im Allgemeinen in unserer Gesellschaft wieder einen höheren Stellenwert bekommt.

Unsere Kinder und Jugendlichen leiden heute immer öfter an Bewegungsstörungen, Essstörungen und Stressreaktionen, sowie Krankheiten. Wenn es dann mal in der Schule nicht so läuft, oder die Kinder sich einmal eine Strafe verdient haben, fällt die meistens damit aus, dass das Handballtraining gestrichen wird. Somit fehlt den Kindern der Ausgleich, die Bewegung, der Sport, was dazu führt, dass die Bewegungsstörungen, Essstörungen und Stressreaktionen weiter zunehmen, ein wahrer Teufelskreis!

Außerdem sollte es Eltern und Kindern klar sein, dass ein Mannschaftssport mit einer gewissen Verpflichtung seinen Mitspielern/innen gegenüber verbunden ist und sich auch bereits Kinder  ihrer Mannschaft gegenüber verpflichtet fühlen sollten.

 

 

Herzlichen Dank für deine ausführlichen Erläuterungen und noch viel Erfolg für die restliche Saison.

 

 

 

 

Leitbild

Unsere hervorragende Jugendarbeit ist schon seit langem weit über die Bezirks- und Landesgrenzen hinaus bekannt. Wir sehen uns verpflichtet, unseren Kindern und Jugendlichen eine vernünftige Freizeitgestaltung anzubieten. Die Freude am Handballsport soll im Vordergrund stehen.  

 

Neben diesem Breitensportgedanken müssen wir aber auch daran denken, dass aus der Vielzahl unserer Jugendlichen Spieler für die Kampfmannschaft „entwickelt“ werden sollen. Wir müssen also auch schon früh genug damit beginnen, die Kinder für den Leistungssport und für eine leistungsstarke Männermannschaft in der HLA trainierbar zu machen. Dieser Konflikt zwischen Breiten- und Leistungssport im Jugendbereich ist oft sehr schwer zu bewältigen, allerdings mit gut ausgebildeten

Trainern altersgerecht lösbar.

 

 

 

Ziele

Spieler für die Steirische Auswahl bzw. Spieler für das Österreichische Jugend – und Juniorennationalteam hervor zu bringen

 

Ziel bis Saison 2017/18: Wir wollen in allen Altersklassen in der Steiermark unter den ersten drei Mannschaften sein,  sowie ein bis drei Steirische Meistertitel

und Medaillen bei den Österreichischen Meisterschaften  holen.


Bis 2018 aus den Jahrgängen 2000/2001 und jünger eine HLA-U20 aus Spielern zu formen, die für den Leistungssport vorbereitet sind und die Jahre darauf das

Grundgerüst einer aus Weststeirern bestehenden, konkurrenzfähigen HLA-Mannschaft bilden.


Daneben wollen wir aber auch alle anderen Spieler im Verein binden, für die Handball nur ein schönes Hobby ist:  als Spieler unserer neugegründeten

Landesliga-Mannschaft oder vielleicht dann später als Trainer, Betreuer, Funktionär,….